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Agil und ich

Oder was ich als Product Owner gelernt habe.

Ich bin seit Juni 2013 zertifizierter Product Owner und war von Anfang an begeistert von der Agilität („die Fähigkeit, sich schnell und einfach zu bewegen“).

Endlich weg von den riesigen Wasserfall Projekten, die immer länger dauerten als gedacht und wenn sie dann endlich fertig waren, waren sie schon fast überholt – und hin zu den agilen Methoden, bei denen man in Inkrements denkt und nicht alles bis zum Ende plant. 

Wasserfall

  • Sequenzielle Entwicklungsprozesse sind in Phasen unterteilt.
  • Es ist eine konkrete Planung erforderlich.
  • Unflexibel gegenüber Veränderungen
  • Deployment erfolgt nach der kompletten Fertigstellung.

Agile Methoden

  • Iterativer Ansatz
  • Kurze Entwicklungszyklen
  • Flexibilität gegenüber Veränderungen
  • Deployment erfolgt nach jedem Zyklus/ Iteration

 

Man kann während dem Entwicklungszyklus prüfen, ob man in die richtige Richtung entwickelt hat und hat die Möglichkeit schnell auf das Feedback zu reagieren, das man zu seinem Produkt erhält. Ein agiler Ansatz erleichtert also den Entwicklungsprozess und hilft einem dabei schneller etwas ausprobieren zu können.

Als Product Owner hatte ich nun die Möglichkeit gemeinsam mit dem Development Team den MVP (Miniable Viable Product) zu planen und anschließend in kleinen Inkrements das Produkt weiterzuentwickeln.

Ein weiterer fester Bestandteil der Agilität ist die Fehlerkultur. Fehler dürfen gemacht werden!

Dieser Ansatz hat mir sehr geholfen. Er hat mich darin unterstützt mutig zu sein, eigene Entscheidungen zu treffen, keine Angst vor Fehlern zu haben und Fehler zu nutzen, um daraus zu lernen.

Als Product Owner steht im Mittelpunkt meines Handelns immer der Kunde:

  • Funktionalität muss für den Kunden gedacht sein und seinen Zielen dienen.
  • Wir müssen den Kunden verstehen lernen.
  • Wir müssen das Verhalten des Kunden messen.
  • Die Auswertung dieser Erkenntnisse müssen kontinuierlich in Verbesserungen münden.

Im Laufe der Jahre war ich in unterschiedlichen Scrum Teams unterwegs und wir haben stets versucht im Team die agilen Werten:

  • Offenheit
  • Respekt
  • Fokus
  • Commitment
  • Mut

zu leben, was nicht immer einfach war. Es gab genügend Herausforderungen und Situationen, die den Einsatz von agilen Methoden erschwert haben.

Kommen Euch diese Situationen vielleicht bekannt vor?

  • Der Organisation ist das „Warum“ nicht klar. Warum soll plötzlich anders gearbeitet werden und was bringt das?
  • Agil wird nur als Set von Methoden verstanden. Der Product Owner bekommt keine echten Entscheidungsbefugnisse. Der Scrum Master macht Vorschriften und betreibt Mikromanagement statt das Team zu unterstützen und zu coachen.
  •  „Agil sein“ wird einfach mit „schneller sein“ gleichgesetzt .
  • Die Unternehmensführung lebt Agilität nicht vor. Offene Kommunikation, flache Hierarchien und Fehlertoleranz werden nicht gelebt.

Mir auch!

Doch ich habe gelernt, wenn man ein gemeinsames Ziel hat und die agilen Werte für alle gesetzt sind, dann findet man gemeinsam einen Weg diese Situationen zu lösen.

Dabei hilft meiner Meinung nach:

Zielorientierung: Wohin wollen wir und warum?

Transparenz: Informationen und Wissen werden geteilt

Autonomie: Teams arbeiten autonom und selbst organisiert

Klarheit: Rollen und Prozessen, wie Zusammenarbeit gestaltet wird, sind klar.

 

Meines Erachtens ist die agile Reise nie zu Ende und es gibt auch nicht den einen Masterplan.

Jedes Unternehmen ist anders und bringt seine eigene Kultur und Entwicklungsmethoden in die agile Transformation mit ein, die berücksichtigt werden müssen.

Wie seht ihr das? Was sind eure Erfahrungen?

Wenn ihr Anregungen, Fragen oder Tipps habt, meldet euch gern bei uns. Wir freuen uns immer über Feedback.

Bis demnächst auf unserem Blog!